Fritz Angermann hat einen kurzen Auftritt als Lazarettarzt in dem Film Wunschkonzert von 1940. Leider handelt es sich bei dem Film um ein ziemlich übles Propaganda-Machwerk, das die „Kriegsmoral“ und Opferbereitschaft der Deutschen stärken sollte, daher erhielt der Film auch 1997 von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft die Freigabe erst ab 18 Jahren. Die Liebesgeschichte bildet nur das unterhaltende Gerüst, das die Botschaften zu Opfermut, Volksgemeinschaft und „deutscher Gesinnung“ tragen soll. Der Film war ein „Wunschkind“ von Josef Goebbels, der zum Beispiel auch die Künstler bestimmte, die in den „Wunschkonzert“-Szenen auftreten sollten. Viele Sympathieträger der NS-Unterhaltungsszene waren beteiligt, darunter auch Hans Brausewetter (der wegen seiner Homosexualität verhaftet worden war) und Paul Hörbiger (der jüdischen Kollegen zur Flucht verhalf und gegen Ende des Krieges wegen seiner Zugehörigkeit zu einer kleinen Wiener Widerstandsgruppe zum Tode verurteilt wurde – das Kriegsende rettete ihm das Leben). Ein Auftritt von Publikumsliebling Willy Fritsch wurde aus unbekannten Gründen nicht im Film verwendet.

„Wunschkonzert“ war die kommerziell zweit-erfolgreichste Filmproduktion der NS-Zeit. Die titelgebende Radio-Sendung „Wunschkonzert für die Wehrmacht“ wurde von 1939 bis 1941 ausgestrahlt. Fritz Angermann war in einigen der 14 Ausstrahlungen der Sendung zu hören.

Wunschkonzert

Regie: Eduard von Borsody
Musik: Werner Bochmann
Musikalische Leitung: Eugen Jochum, Otto Dobrindt (Orchester), Werner Bochmann
Musik-Ausführung: Eugen Jochum (Dirigent)
Gesang: Marika Rökk („Eine Nacht im Mai“)
Heinz Rühmann, Hans Brausewetter, Josef Sieber („Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“)
Wilhelm Strienz („Gute Nacht, Mutter“)
Paul Hörbiger („Apolonerl, Apolonerl, Apolonerl ist gut“)
Emmi Goedel-Dreising („Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“)
Darsteller: Ilse Werner, Carl Raddatz, Heinz Goedecke (als er selbst), Joachim Brennecke, Ida Wüst, Hedwig Bleibtreu, u.a.
Produktion: Cine-Allianz Tonfilm Produktion GmbH (Berlin)
Uraufführung: 30.12.1940, Berlin, Ufa-Palast am Zoo