Zeno Coste war schon 1930 am ersten rumänischen Tonfilm Ciuleandra beteiligt. Leider ist auch dieser Film verschollen. 1931/32 wirkte er mit den Parkers an zwei hochkarätig besetzten Filmen mit: „Die spanische Fliege“ mit Lizzi Waldmüller (und Musik von Jean und Robert Gilbert) und „Melodie der Liebe“ mit Richard Tauber. Nach seiner Kardosch-Sänger-Zeit nahm er mit dem Meistersextett zwei Lieder für den Revuefilm „Und du mein Schatz fährst mit“ auf und sang in „La Habanera“ mit Zarah Leander. Außerdem war er 1935 an dem – allerdings verschollenen – Kurzfilm „Unter vier Augen“ mit Harald Paulsen beteiligt.


Ciuleandra

Weitere Titel: Verklungene Träume / Echo of a dream
Regie: Martin Berger
Musik: Artur Guttmann
Liedtexte: Will Meisel
Darsteller: Maly Delschaft, Hans Stüwe, Elvira Godeanu, Maria Forescu, Eugen Rex, Hilde Auen, Emmy Wyda, Harry Hardt u.a.
Produktion: Deutsch-rumänische Filmproduktion Martin Berger, Berlin
Uraufführung Rumänien: 30.10.1930, Capitol Bukarest
Uraufführung Deutschland: 20.10.1930

REALITATEA ILUSTRATĂ, 11. Juni 1931

„Der junge Mann, der das Lied ‚Păpușica‘ in Ciuleandra gesungen hat, ist Zeno Coste.“

Auch Deli Hírlap Temesvár berichtet am 31. August 1930 über Zeno Costes Beteiligung an „Ciuleandra“.
Foto aus Ciuleandra – Zeno Coste links an der Bar. Foto und Zeitungsausschnitte stammen aus seinen persönlichen Erinnerungsalben.
Szenenfoto aus Ciuleandra

Die spanische Fliege

Die Parker in „Die spanische Fliege, 1931, Foto von M. Coste

Regie: Georg Jacoby
Darsteller: Fritz Schulz, Hans Brausewetter, Paul Westermeier, Betty Bird, Lizzi Waldmüller, Ralph Arthur Roberts u.a.
Musik: Jean Gilbert
Texte: Robert Gilbert
Musiktitel: „Du bist mein schönstes Erlebnis“, „Sag mir mal Schnucki auf Spanisch“
Produktion: Felsom-Film GmbH Fellner & Somlo, Berlin
Uraufführung: 09.12.1931


Melodie der Liebe

(Ein Fragment des Films ist erhalten, leider ohne den Auftritt der Parker. Bei der Gruppe, die in der Barszene mit Tauber und Szakall zu sehen ist, handelt es sich nicht um die Parker sondern um die Elite-Sänger vom Kottbusser Tor.)

Regie: Georg Jacoby
Musik: Bronislau Kaper (unter Verwendung von Opernmelodien), Walter Jurmann (Lied „Schade, daß Liebe ein Märchen ist“)
Musikalische Leitung: Paul Dessau
Liedtexte: Fritz Rotter
Darsteller: Richard Tauber, Szöke Szakall, Lien Deyers, Alice Treff, Adolf Wohlbrück, Ida Wüst, u.a.
Produktionsfirma: Reichsliga-Film GmbH, München
Uraufführung: 26.04.1932, Berlin, Atrium


Unter vier Augen

Regie: Fritz Peter Buch
Drehbuch: Werner Eplinius
Musik: Werner Eisbrenner
Darsteller: Harald Paulsen, Reva Holsey, Kurt Vespermann, Ernst Behmer, Ilse Petri
Produktionsfirma: Universum-Film AG (UFA), Berlin
Prüfung/Zensur: 13.07.1935


Mit dem Meistersextett (Aufnahmen am 8. und 25. September 1936):

Und du mein Schatz fährst mit! 

Regie: Georg Jacoby
Musik: Franz Doelle
Musikalische Leitung: Franz Doelle
Liedtexte: Charles Amberg
Darsteller: Marika Rökk, Hans Söhnker, Alfred Abel, Paul Hoffmann, Oskar Sima u.a.
Produktion: Universum-Film AG (UFA), Berlin
Uraufführung: 15.01.1937, Berlin, Gloria-Palast
Das Meistersextett singt in einer Revueszene (unsichtbar) „Irgendwo mit dir ganz allein“ und zum Abspann „Muss i denn zum Städtele hinaus“.


La Habanera

Regie: Detlef Sierck
Musik: Lothar Brühne
Liedtexte: Bruno Balz („Der Wind hat mir ein Lied erzählt“), Detlef Sierck („Kinder-Lied“, „Du kannst es nicht wissen“), Franz Baumann („Die Habanera“)
Darsteller: Zarah Leander, Ferdinand Marian, Karl Martell u.a.
Produktion: Universum-Film AG (UFA), Berlin
Dreharbeiten: 30.09.1937 – 13.11.1937: Ufa-Atelier Neubabelsberg, August 1937 – 15.09.1937: Teneriffa
Uraufführung: 18.12.1937, Berlin, Gloria-Palast

Zeno Coste leiht hier dem Schauspieler Géza von Földessy seine Stimme.


Quellen:

  • Fotos und Zeitungsausschnitte aus der Sammlung der Familie Coste.
  • Josef Westner: Vokal Total bei der UFA. Filmauftritte deutscher Gesangsgruppen 1929 bis 1945, 2. Teil. Fox auf 78 Nr. 31.
  • Filmportal.de.
  • Filmkuriere (eigene Sammlung).

Für Informationen zu Zeno Costes Aufnahmen mit dem Meistersextett geht ein herzliches Dankeschön an Theo Niemeyer und Jan Grübler!